In
der
Science-fiction gibt es „Transportscheiben“, auf
denen man frei
von Trägheit durch die Stadt schwebt, sowie
„Traktorstrahlen“,
mit denen man Satellitenmüll berührungslos aus dem
Erdorbit
entfernt. Und es gibt Raumschiffe, die in Sekunden auf
Überlichtgeschwindigkeit beschleunigen, ohne dass dabei eine
alles
zermalmende Massenträgheit auftritt.
Mit
heutiger Physik scheinen solche
Visionen allerdings kaum vereinbar, weshalb es in der Science-fiction
gerne „Ausserirdische“ sind, die in unserem
Sonnensystem stranden
und ihre fortschrittliche Technik mehr oder weniger freiwillig
demjenigen übergeben müssen, der sie als erster
entdeckt oder
erschiesst.
Darauf
sollte man besser nicht hoffen!
Hoffnung
kann dagegen machen, dass alle
genannten Visionen mit einer identischen Technologie verwirklicht
werden können, wenn es mit dieser gelingt, Objekte so zu
beschleunigen, als würden sie einem beschleunigten Raum
angehören,
in dem sie frei von Trägheit ruhen. Ein Inertialsystem.
Unvorstellbar?
Eher nicht, denn das
bekannteste Beispiel für eine ähnliche Beschleunigung
ist der freie
Fall. Er ist in der Bewegungsrichtung trägheitsfrei, so als
ruhe das
Objekt in einem Raum, der auf die Masse der Erde zu beschleunigt.
Einstein erkannte das schon früh, er verwarf jedoch zu Recht
den
beschleunigten Raum zugunsten der Weiterentwicklung seines noch
unvollständigen Raumzeit-Modells.
Mein
Buch will dem Leser zeigen, dass
damals auch ein ganz anderes Weltmodell die klassische Sicht
hätte
ablösen können. Die Begründung:
Einstein
formulierte seine Theorien in
einer Zeit, als die Physik in der Mathematik die Quantelung der Welt
entdeckte. Eine erstaunliche Diskontinuität der Existenz, die
von
den „Weisen aus Elea“, schon vor 2.500 Jahre
erkannt und gelehrt
wurde.
Betrachtet
man nun deren Lehre mit dem
heutigen Wissen, so kann sie nicht nur erklären, was es mit
dem
Welle-Teilchen-Dualismus und dem Zufall in der Quantenwelt auf sich
hat. Sie kann auch erklären, warum die Lichtgeschwindigkeit
unabhängig von der Eigenbewegung eines Messenden immer exakt
gleich
gemessen werden muss.
Alle
einsteinschen Postulate bestätigen
sich in diesem uralten Weltbild.
Darüber
hinaus lässt dieses Weltbild
zwei verschiedene Massendichten erkennen, eine örtliche und
eine
zeitliche. Und die zeitliche Massendichte liefert nicht nur die erste
Ursachenbeschreibung für die Massenträgheit, sondern
zeigt auch,
warum diese Trägheit bei Lichtgeschwindigkeit unendlich gross
werden
muss. Eine unüberwindliche Grenze.
Doch
damit ist nicht jede
Raumfahrtzukunft verloren, denn diese zeitliche Massendichte
lässt
sich technisch erzeugen. Und kommt dabei ein zufallsfrei den Ort
veränderndes Suprafluid zum Einsatz, so werden von dessen
zeitlicher
Massendichte gravitative Wirkungen ausgehen, die, verglichen mit
seiner örtlichen Masse, um Zehnerpotenzen stärker
ausfallen.
Eine
technisch erzeugte, prinzipiell
unbegrenzt starke, richtbare Gravitationsquelle wird erkennbar. Mit
einer Wirkung, die Objekte so beschleunigen kann, als ruhten diese
frei von Trägheit in einem beschleunigtem Raum. Und erst dieser
Effekt
reicht über die Lichtgeschwindigkeit hinaus!
Womit
sich der Kreis zum Vorteil des
Menschen schliesst, denn die Eleaten haben uns eine Lehre
hinterlassen, die wertvoller ist als ein gestrandetes Raumschiff,
weil man mit der erkannten Logik weiter kommt als mit vorgefundener
Technik, die man lediglich zu bedienen lernt.
Geschrieben
habe ich dieses Buch als
spannende Geschichte der Entdeckungen, deren Gesamtheit es
möglich
macht, die neue Technologie so zu begründen, dass sie
für den Laien
verständlich und für den Fachmann schon heute im
Laborversuch zu
verifizieren ist.
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